Cornwall

Um gleich mit allen Klischees über Cornwall aufzuräumen: Ja, es sieht aus wie in den Rosemunde-Pilcher-Filmen, und nein, es ist nicht immer schlechtes Wetter. Wir waren neun Tage da und es war sieben Tage sonnig. Allerdings wurde uns gesagt, das war die beste Woche des Sommers…
Doch egal welches Wetter, es ist einfach immer schön dort! Bei Sonne gehts an die wunderbaren Strände zum Surfen, auf eine Boots-Tour oder zum Wandern oberhalb der beeindruckenden Felsküste. Ist es nicht so gutes Wetter, bieten sich zahlreiche grossartige Herrenhäuser zur Besichtigung an oder eines der pittoresken Fischer-Dörfer zum Bummeln. Und natürlich fühlt man sich in den urigen Pubs und den gemütlichen Bed&Breakfast-Unterkünften erst bei schlechtem Wetter so richtig wohl.

Nur zögerlich gebe ich diesmal unsere Unterkunft preis, denn ich würde sie nahezu als das ultimative Ferienhaus bezeichnen. Das Treverra Farm Cottage bei Rock liegt abgeschieden in einem traumhaften Garten mit Blick auf Wiesen und eine Bucht. Es ist so geschmackvoll und hochwertig eingerichtet, so gepflegt und gemütlich, dass wir uns von Minute eins dort wohlgefühlt haben. Ein riesiger beheizter Pool sowie ein Tennisplatz waren da noch das Tüpfelchen auf dem i, um uns eine absolut wunderbare Woche zu bescheren. Absolut empfehlenswert: Es ist möglich die junge Köchin Laura Pope für eine oder auch mehrere Mahlzeiten zu engagieren. Es lohnt sich!

Vom Cottage führt ein kurzer Spaziergang nach Rock. Der Ort ist nicht aufregend, aber er hat einen schönen Strand. Einen kleinen Snack mit schönem Ausblick bietet das Blue Tomato Cafe, ein nettes Abendessen gibts bei Seafood & Grill oder dem daneben gelegenen 2-Sterne Restaurant, beide von Nathan Outlaw.

Eine kurze Fahrt mit der Fähre bringt einen in den wirklich hübschen Ort Padstow. Allerdings ist Padstow vor allem berühmt geworden durch den Koch Rick Stein. Sein Restaurant Seafood fanden wir trotz seiner allgemeinen Bekanntheit sehr angenehm.

Der nächstgelegene Surf-Strand ist in Polzeath, wo diesen Sommer auch die Prinzen Harry und William, sowie kurz bevor wir uns in die Wellen stürzten, der Prime Minister Bodyboarding betrieben. Stärkung nach dem Surfen bietet das Galleon Beach Cafe. Etwas weiter weg, aber ebenso spannend ist die Watergate Bay. Dort bietet die Beach Hut eine coole Location, um bei einem Glas Wein und Fish und Chips die Surfer zu beobachten. Auch direkt am Strand liegt das Watergate Bay Hotel mit lässiger Beach-Atmosphäre. Und nicht genug der Attraktionen in dieser Bucht: Das Restaurant Fifteen von Jamie Oliver ist ebenfalls dort zu finden.

Ausserdem sehenswert in der Umgebung von Rock: Constantine Bay, Bedruthan Steps, das Herrenhaus Lanhydrock, die Lost Gardens of Heligan sowie Port Isaac (Lobster probieren in Just Shellfish!)

Natürlich ist Rock und seine Umgebung nur ein kleiner, westlich gelegener Teil von Cornwall. Im Süden zieht das Städtchen St. Ives die Touristen an. Ich fand es nett, aber etwas zu rummelig. Dafür war das Abendessen im Porthminster Cafe direkt am Strand einfach herrlich und die Übernachtung im Boskerris Hotel überaus angenehm. Die Küstenstrasse Richtung Süden ist idyllisch, sehr schön ist der Strand in Porthcurno.

Insgesamt sind die Strände im Süden und Osten von Cornwall ruhiger und besser zum Schwimmen geeignet. Von dem, was wir noch gesehen haben, war die Gegend um Falmouth und St. Mawes auch recht nett.

Auf der Suche nach Unterkünften waren sehr hilfreich Uniques Home Stays für Cottages und B&Bs, Perfect Stays für Cottages und Alastair Sawdays für Cottages, B&Bs und kleine Hotels.

Weitere Hotels:
Tresanton
Driftwood
Rosevine
Scarlet
St. Enodoc